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X-Mas Festival [25.12.06, Augsburg/Circus]
Geschrieben von Konstantin   
Montag, 26. Februar 2007
Headlokk, Lower Than Zero, Shift Inc., Sepcys, Omerta, Predict a Riot, Etwas Dein, D.A.S., Storm

Der weihnachtliche Bandmarathon im Circus ist mittlerweile schon Tradition geworden, und auch dieses Mal wurde ein umfangreiches und recht abwechslungsreiches Programm geboten.

STORM fiel dabei die undankbare Aufgabe des Openers im noch eher mäßig gefüllten Circus zu eröffnen. Für Basser Malle, der in sonnigeren Gefilden weilt, ist Holger von HEADLOKK eingesprungen, der allerdings gesundheitlich leicht angeschlagen war, und dementsprechend im Vergleich zu sonst eher zurückhaltend agierte. Alles in allem legten die Jungs einen einwandfreien Auftritt hin, der leider aufgrund des spärlichen Publikums nur ungenügend honoriert wurde.

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Die nachfolgenden D.A.S. verkörpern eines meiner persönlichen Schreckgespenster der heutigen Szene, Elsenmetal àla NIGHTWISH. Nichts für ungut, aber bei dieser Art von Musik packt mich unweigerlich mein Fluchtinstinkt, dem ich dann auch umgehend Folge leistete.

das01das02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Mittelalter-Metal, wie ihn ETWAS DEIN vertreten, ist nicht unbedingt mein Fall, allerdings kann man dieser Band gewisse Livequalitäten nicht absprechen, vor allem der Fronter wusste zu überzeugen.

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Bei OMERTA wurde es dann endlich wieder etwas härter, wobei ihr überwiegend im Midtempobereich angesiedelte Metalcore mangels Abwechslung auf Dauer etwas langweilte. Obendrein erinnerten die auf Deutsch gehaltenen Herzschmerztexte bisweilen unangenehm an die BÖHSEN ONKELZ.

omerta01omerta02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Statt einer Zugabe von OMERTA gab es den ersten kurzen Überraschungsauftritt des Abends. Einige Positionen wurden umbesetzt bzw. ausgetauscht, und das Nebenprojekt (?) PREDICT A RIOT gab ein paar Songs zum besten. Geboten wurde stumpfer, prolliger Hardcore, der allerdings nach den vorhergehenden Bands recht erfrischend wirkte.

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Die Ulmer Modernmetaller SEPCYS waren für mich die Überraschung des Abends. Mit ihrer Spielfreude und vor allem der trotz des wilden Stageactings gezeigten spielerischen Präzision wussten sie auch diesem Genre nicht unbedingt geneigte Zuschauer zu begeistern. Zusätzliche Sympathiepunkte gabs dafür, dass der Sänger einen Song dem jüngst verstorbenen James Brown widmete. Ein starker Auftritt, der die Messlatte für die folgenden Bands sehr hoch gehängt hat.

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Tatsächlich hatten es die stilistisch ähnlich gelagerten SHIFT INC. nach dieser Vorlage schwer, den Stimmungspegel zu halten. Insgesamt gab es auch hier nur wenig auszusetzen, aber der Funke sprang dieses Mal nicht so recht über, vielleicht zeigten sich im Publikum auch nur die ersten Ermüdungserscheinungen.

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Möglicherweise hatte sich dieses aber auch die letzten Reserven für HEADLOKK aufgespart, bei denen wieder etwas mehr los war. Holger, der die Zeit zwischen seinen Auftritten für eine Erhohlungspause genutzt hatte konnte wieder richtig Gas geben, und Sänger Eddie stellte mal wieder unter Beweis, dass er möglicherweise eine der besten Frontsäue im Lechmetal-Land ist.

headlokk01headlokk02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier gab es statt einer normalen Zugabe eine kleine Überraschung: Eddie gab das Mikro an Alex und André ab, womit LOWER THAN ZERO ihren Live-Einstand gaben und dem Publikum mit einer kleinen Kostprobe ihrer brutalen Mischung aus Death und Black Metal den finalen Arschtritt verpassten.

lowerthanzero01lowerthanzero02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem bot das X-Mas Festival wieder einen interessanten Querschnitt durch die regionale Musiklandschaft, wobei die Qualität der Darbietungen durchaus schwankte. Wie immer wurde dem geneigten Zuschauer einiges Stehvermögen abverlangt, das Konzert endete mal wieder weit nach Mitternacht. Insgesamt ein gelungener Abend, mit viel Musik zu einem sozialen Eintrittspreis.

 

Weitere Bilder im Fotoalbum 


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