Optional Ending, Toxic Shock Syndrom, Scheidenwasser 04, Lower Than Zero, When Good Days End
Im Rahmen eines "Open Stage"-Abends wollten LOWER THAN ZERO ihr erstes volles Konzert geben, in dem neben ein paar fest eingeplanten Bands Raum für improvisierte Auftritte und Jamsessions gelassen werden sollte. Später mehr dazu, in wie weit das geklappt hat.
Den Anfang im (wahrscheinlich nicht zuletzt wegen des freien Eintritts) bereits gut gefüllten Circus machten OPTIONAL ENDING, die mit ihrem partytauglichen Punkrock ziemlich aus dem Rahmen der Veranstaltung fielen, aber trotzdem beim Publikum gut ankamen.
Als nächstes waren TOXIC SHOCK SYNDROM dran, und es war mal wieder faszinierend zu beobachten, wie sich die Band schon wieder im Vergleich zum letzten Mal gesteigert hatte. Dabei waren die Voraussetzungen eher ungünstig, da Bassbunny Mella verhindert war und kurzfristig durch Dirk ersetzt werden musste, und Rico etwas unmotiviert wirkte, was sich dann jedoch nur auf sein Stageacting auswirkte, denn er lieferte eine seiner besten Gesangsdarbietungen ab.
Vor LOWER THAN ZERO wurde mal wieder eine neue Band mit einem Kurzauftritt vorgestellt, SCHEIDENWASSER 04. Die Besetzung war fast die gleiche, nur das Mikro wurde von Sabine übernommen, die, untermalt von lieblichem Grindcore, unter Beweis stellte, dass auch Frauen schön asozial rumröhren können, und einige ihrer männlichen Sangeskollegen doch etwas blass aussehen liess.
Die Livepremiere (wenn man mal von dem Kurzauftritt auf dem X-Mas-Festival absieht) von LOWER THAN ZERO konnte man dann nur als gelungen bezeichnen, die Jungs präsentierten sich als das reinste Killerkommando und räumten mit ihrem brutalen Death/Black Metal-Mix gnadenlos ab.
Anschliessend enterten WHEN GOOD DAYS END die Bühne, deren Metalcore allerdings noch etwas halbgar wirkte, wobei dies auch daran liegen könnte, dass dieser Auftritt anscheinend als einziger das Abends tatsächlich spontan und ungeplant war.
Danach gab es noch eine nette kleine Jamsession, an der sich sowohl Musiker, die an diesem Abend bereits auf der Bühne gestanden hatten, als auch einige andere beteiligten. Das Ergebnis dieser Improvisation war durchaus hörenswert, doch irgendwann kam das Ganze dann zum erliegen, als niemand sonst sich zum mitmachen animieren liess.
Das "Open Stage"-Konzept ging also nur bedingt auf, dennoch war dies wieder eine absolut gelungene, musikalisch abwechslungsreiche Angelegenheit.
(Fotos von Dirk/Circus, weitere Bilder in der Circus-Gallerie)
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