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Portrait - Into the Nothingness EP |
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Geschrieben von Flo
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Dienstag, 5. Juni 2007 |
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Bewertung: 8,5 von 10
Release-Jahr: 2007
Label: New Iron Age Records
Genre: Heavy Metal
In Fachkreisen des guten Metalgeschmacks gelten Portrait als eine der besten Newcomerbands der letzten Jahre. Bereits vor dem hier zur Besprechung vorliegenden Debüt konnte sich die Band mit ihrem starken Demo einen Platz auf dem Billing des kommenden Keep It True Festivals sichern. Was die Fans mit Sicherheit beim Demo am meisten begeistern konnte war die kompromisslose oldschool Orientierung was sowohl das Songwriting als auch die Produktion betrifft. Da so etwas auf Demos meist noch gut funktioniert und dann im Laufe der Zeit immer mehr von der Band aufgegeben wird weil man dann doch den Weg der zeitgemässeren Produktion geht (was meiner Meinung nach beispielsweise bei Stormwarrior der Fall war), war ich dann auf die erste Vinylveröffentlichung sehr gespannt... und konnte feststellen dass von Anpassungstendenzen noch nichts zu spüren ist. Auch die beiden Lieder der 7" bieten wieder qualitätsbewussten Heavy Metal mit überwiegenden aber nicht ausschließlichen Anleihen der ersten King Diamond und Iron Maiden Veröffentlichungen, der ohne die Datumsaufschrift auf der Hülle ohne Zweifel in die frühen 80er Jahre hineindatiert werden würde. Auch wenn solche Prädikate heutzutage allen Bands angeheftet werden die einigermassen traditionellen Metal fabrizieren ist Portrait eine der ganz wenigen Bands die sich das auch verdient haben.
Sehr schön anzuhören ist wie die Stilmittel einiger der besten Metalbands der 80er zu einer zündenden Mischung zusammengeführt werden, eine Aufgabe die bei vielen anderen Retro-Bands sicherlich nicht so gut funktioniert. Bei den Bandpersonalien gibt es eigentlich wenig interessantes festzustellen da es für die meisten Bandmitglieder die erste Banderfahrung ist, lediglich Gitarrist (und ich denke mal der Kopf von Portrait) David Slaughter ist bereits durch sein Mitwirken bei Devil Lee Rot und Autopsy Torment bekannt und Sänger Phillip Svennefeldt spielt ansonsten bei der ebenfalls recht jungen Band Helvetets Port den Bass. Für mich gilt gerade Phillip als großartige Neuentdeckung, denn wo vor allem beim Einsatz des typischen Falsett-Gesangs die meisten King Diamond Imitatoren gnadenlos versagen liefert er ein ordentliches Resultat ab. Zu einer Höchstnote reicht es bei der Scheibe aber dennoch nicht, da wenn ich die Vorlagen an denen sich musikalisch orientiert wird als Benchmark nehme noch ein kleiner Spielraum nach oben offen ist, aber vor allem aufgrund des übergenialen Songs der B-Seite kommt man doch schon bedenklich nahe an die 10 Punkte Marke heran.
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