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Shift Inc. [27.12.07, Augsburg/Kantine] |
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Geschrieben von Konstantin
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Mittwoch, 13. Februar 2008 |
mit Semana Santa, Facing the Swarm Thought und Non
Wie jedes Jahr fand Ende Dezember im Rahmen der "Umsonst und Drinnen"-Veranstaltungen der Kantine wieder ein Gratiskonzert für das Metal-und Hardcorepublikum statt. Dieses Jahr war es spürbar schlechter besucht als im Vorjahr, was wohl zum einen am Fehlen größerer Namen lag (der Headliner, THE BLACKOUT ARGUMENT, hatte ziemlich kurzfristig abgesagt), zum anderen daran, dass es mit einem ähnlich gearteten Konzert in der Rockfabrik und einer der Vorrunden von "Band des Jahres" gleich zwei konkurrierende Veranstaltungen an diesem Abend gab.
Den Anfang machten NON, deren mit starkem Punkeinschlag versehener und schön aggressiv dargebotener Thrash Metal im Grunde durchaus nach meinem Geschmack gewesen wäre, doch leider wirkten die Songs auf Dauer einfach zu gleichförmig. Auch wäre ein zweiter Gitarrist durchaus von Vorteil. Beim Publikum fanden sie auch so gut wie gar keine Resonanz.
Danach waren FACING THE SWARM THOUGHT an der Reihe, die sich redlich bemühten, gewohnt brachial alles niederzuwalzen, was jedoch leider wieder einen großen Teil der Zuschauer eher unbeeindruckt liess. Nichtsdestotrotz ist es beachtlich, zu welcher Macht sich die Jungs in den letzten Jahren entwickelt haben. Auch Sänger Fred gliederte sich etwas besser in die Band ein als bei früheren Auftritten, und fügte dem Gesamtbild mit seinen kranken Vocals (die leider im Sound etwas in den Hintergrund gerieten) eine neue Facette hinzu.
Anschliessend folgten die Württemberger SEMANA SANTA, die dem eiligen Ruf nach einem Ersatz für THE BLACKOUT ARGUMENT gefolgt waren. Sie spielten im Grunde genommen ziemlich standardmässigen Metalcore, der allerdings vor allem auf Grund der guten Instrumentalarbeit durchaus ansprechend dargeboten wurde. Auch das Publikum begann nun langsam aufzutauen.
Die auf die Headlinerposition aufgerückten SHIFT INC. erreichten nicht ganz das musikalische Niveau der Vorgänger, gingen mir jedoch vor allem durch eine schreckliche Ansammlung von Metalcore-Klischees und insbesondere den häufigen Einsatz dieses typischen Emo-Cleangesangs bald auf die Nerven. Jedoch wurden sie an diesem Abend am meisten abgefeiert und lösten einige schlimme Anfälle von Violent Dancing im Publikum aus.Zwischendurch statten zwei betrunkene Vertreter der "Turbojungend Lechfeld" der Bühne einen Besuch ab, von denen einer dann recht unsanft vom Gitarristen mit seinem Instrument wieder herunterbefördert wurde, an sich auch eine eher uncoole Reaktion...
Im Großen und Ganzen aber mal wieder ein netter Abend, und natürlich kann man generell die Kantine, die mit ihren Umsonst-Aktionen stets lokalen Bands eine gute Möglichkeit, sich einem größeren Publikum vorzustellen bietet, eigentlich nicht genug loben.
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